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Kapitel 1 · ganzes Kapitel

Markt und Preisbildung

Zum Kapiteleinstieg

Warum kosten Erdbeeren im Juni weniger als im März, und warum werden Konzertkarten in Minuten zum Dreifachen weiterverkauft? Auf Märkten legt kein Amt die Preise fest – sie entstehen aus dem, was Käufer haben und Anbieter verkaufen wollen. Dieses Kapitel baut das Werkzeug, mit dem die VWL fast jeden Markt untersucht: die fallende , die steigende und ihren Schnittpunkt.

1.1 Der Markt und der vollkommene Markt

Samstagmorgen auf dem Wochenmarkt: Sechs Stände verkaufen Erdbeeren. Um sieben Uhr verlangt einer 7 € je Kilo, ein anderer 5,50 €. Nach einer Stunde hat sich herumgesprochen, wo es billiger ist – und gegen zehn kosten die Erdbeeren fast überall 6 €. Wie kommt dieser Preis zustande, obwohl ihn niemand festlegt? Und warum klappt das bei Wohnungen oder Smartphones nicht genauso?

Wer sich auf dem Markt trifft

Definition

Ein ist jeder Ort, an dem Angebot und Nachfrage nach einem Gut aufeinandertreffen und sich ein Preis bildet – ein Wochenmarkt, eine Börse, ein Online-Shop. Die Anbieter, meist Unternehmen, wollen ihren Gewinn maximieren; die Nachfrager, meist private Haushalte, ihren Nutzen.

Im Register

Definition

Wie viel Einfluss der einzelne auf den Preis hat, hängt von der ab – vor allem von der Zahl der Anbieter:

MarktformAnbieterNachfragerSpielraum beim Preis
vielevielekeiner – der Preis ergibt sich am Markt
wenigevielegroß, aber die Konkurrenz reagiert
einervieleder Anbieter legt ihn selbst fest

Auch auf der Nachfrageseite kann es wenige oder nur einen geben, etwa wenn ein einziger Staat Kampfflugzeuge kauft (Nachfragemonopol).

Im Register

Beispiel aus dem Alltag

Pausenbrot in der Schule

Gibt es in der Schule nur einen Kiosk und darf niemand das Gelände verlassen, ist er für die Pause ein Monopolist: Er kann die Brezel für 1,50 € verkaufen, auch wenn sie beim Bäcker 90 Cent kostet. Liegen rund um die Schule zehn Bäckereien, ist der Markt ein Polypol – verlangt eine 1,50 €, gehen alle zur nächsten.

Merksatz

Viele, wenige, einer – Polypol, Oligopol, Monopol; je weniger Anbieter, desto mehr Macht über den Preis.

Der vollkommene Markt – ein Modell

Definition

Der vollkommene Markt ist ein gedachtes Idealmodell. Auf ihm gibt es für ein Gut nur einen einheitlichen Preis. Dafür müssen fünf Bedingungen gleichzeitig erfüllt sein:

  1. – die Angebote unterscheiden sich in nichts außer im Preis.
  2. Keine – weder für eine Marke (sachlich), eine Person (persönlich), einen Ort (räumlich) noch einen Zeitpunkt (zeitlich).
  3. Vollständige – alle kennen alle Preise und Angebote.
  4. Sofortige Reaktion – auf jede Preisänderung wird ohne Verzögerung reagiert.
  5. Ein Ort, eine Zeit – Angebot und Nachfrage treffen gleichzeitig an einem Punkt aufeinander.

Im Register

Definition

Ist auch nur eine Bedingung verletzt, ist der Markt unvollkommen. Dann kann dasselbe Gut bei verschiedenen Anbietern Unterschiedliches kosten – fast alle realen Märkte sind so.

Im Register

Beispiel aus der Praxis

Börse und Wohnungsmarkt

Die Börse kommt dem Modell am nächsten: Eine Aktie ist wie die andere, alle Kurse stehen in Echtzeit im Netz, Aufträge laufen in Sekunden, gehandelt wird über ein zentrales System.

Der Wohnungsmarkt einer Großstadt ist das Gegenteil: Keine Wohnung gleicht der anderen (nicht homogen), Mieter wollen in bestimmte Stadtteile (räumliche Präferenz), niemand überblickt alle Angebote (keine Transparenz), und ein Umzug braucht Monate (keine sofortige Reaktion).

Schritt für Schritt

Ist der Weizenmarkt einer Region vollkommen?

Rund 400 Höfe verkaufen ihren Weizen über eine regionale Getreidebörse an Mühlen. Gehandelt wird Weizen einer festgelegten Qualitätsstufe; die Preise stehen für alle sichtbar auf der Plattform. Prüfe die fünf Annahmen.

  1. Homogene Güter?

    Ergebnis:

    ja – eine Qualitätsstufe, ein Korn wie das andere

  2. Keine Präferenzen?

    Ergebnis:

    weitgehend – nur die Entfernung zur Mühle (Transportkosten) kann zählen

  3. Markttransparenz?

    Ergebnis:

    ja – alle Preise stehen auf der Plattform

  4. Sofortige Reaktion und ein Marktplatz?

    Ergebnis:

    ja – gehandelt wird gleichzeitig über eine Börse

  5. Ergebnis.

    Ergebnis:

    nahezu vollkommen – solche Märkte kommen dem Modell am nächsten; der Preis ist fast überall gleich

Typischer Fehler

Viele Anbieter für einen halten. Auch auf einem können die Güter verschieden sein oder die Käufer Vorlieben haben – zehn Friseure in einer Straße bilden ein Polypol, aber einen . Die sagt nur, wie viele es sind, nicht, ob der Markt vollkommen ist.

Prüfungsrelevant · Abitur 2026 (Aufgabe 4), Abitur 2016

Die Annahmen des vollkommenen Marktes nennen und an einem realen Markt (Weizen, Wohnungen) prüfen, welche davon erfüllt sind.

Merksatz

Homogen, keine Präferenzen, transparent, sofort, ein Ort – fehlt eine Bedingung, ist der Markt unvollkommen.

Was der Preis leistet

Definition

Der Marktpreis ist mehr als eine Zahl auf dem Schild. Er erfüllt fünf :

FunktionWas der Preis tutBeispiel
Ausgleichbringt angebotene und nachgefragte Menge zusammenbei 6 € werden alle Erdbeeren verkauft
Signalzeigt an, wie knapp ein Gut istHolzpreis steigt nach einem Sturmwinter
Lenkungleitet Produktion und Kauf dorthin, wo Knappheit herrschtWaldbesitzer schlagen mehr Holz
Erziehunghält Anbieter zu niedrigen Kosten und Käufer zum Sparen anBäcker suchen günstigere Öfen
Ausleselässt Anbieter ausscheiden, deren Kosten dauerhaft über dem Preis liegenein teurer Stand gibt auf

Im Register

Typischer Fehler

Signal und Lenkung verwechseln. Das Signal ist die Information („Holz ist knapp“), die Lenkung die Reaktion darauf („mehr Holz wird geschlagen, weniger verbaut“). Oft wirken beide nacheinander.

Achtung

Die Auslesefunktion heißt im Klassenheft Selektionsfunktion – gemeint ist dasselbe. Manche Bücher zählen die Erziehung nicht als eigene Funktion, sondern als Teil der Auslese.

Merksatz

Der Preis gleicht aus, signalisiert, lenkt, erzieht und liest aus.

Übungen

  1. Übung 1Grundlagen

    Ordne die zu: (a) Vier Konzerne liefern fast alle Smartphones in Deutschland. (b) Hunderte Imkereien verkaufen Honig an viele Läden. (c) Nur ein Unternehmen darf in einer Stadt das Trinkwasser liefern.

    Lösung anzeigen
    • (a) – wenige Anbieter, viele Nachfrager
    • (b) – viele Anbieter, viele Nachfrager
    • (c) – ein Anbieter
  2. Übung 2Anwendung

    Auf einem Weihnachtsmarkt verkaufen zwölf Stände Glühwein. Prüfe anhand von drei Annahmen, ob der Glühweinmarkt ein ist.

    Lösung anzeigen

    Nein – mehrere Annahmen sind verletzt, zum Beispiel:

    • Homogenität: Der Glühwein schmeckt an jedem Stand anders, manche bieten Bio-Wein oder Tassen mit Motiv.
    • : Man kauft beim Stand der Freunde (persönlich) oder dort, wo man gerade steht (räumlich).
    • Transparenz: Wer nicht über den ganzen Markt läuft, kennt nicht alle Preise.

    Deshalb kostet die Tasse an einem Stand 3,50 €, am anderen 4,50 € – auf einem vollkommenen Markt gäbe es nur einen Preis.

  3. Übung 3Klausurniveau

    Nach einer Missernte steigt der Preis für Olivenöl innerhalb eines Jahres stark an. Erläutere an diesem Beispiel drei .

    Lösung anzeigen
    • Signal: Der hohe Preis zeigt Käufern und Erzeugern, dass Olivenöl knapp geworden ist.
    • Lenkung: Käufer weichen auf Raps- oder Sonnenblumenöl aus, Erzeuger in anderen Ländern pflanzen mehr Olivenbäume – Nachfrage und Produktion werden umgelenkt.
    • Ausgleich: Beim höheren Preis kaufen nur noch so viele Olivenöl, wie vorhanden ist; der Markt wird trotz Knappheit geräumt.

    Auch möglich: Erziehung – Haushalte gehen sparsamer mit Olivenöl um; Auslese – Händler mit hohen Kosten geben auf, weil sie zum Marktpreis nicht mehr mithalten können.

Das Wichtigste

  • Ein Markt bringt Anbieter (Gewinnmaximierung) und Nachfrager (Nutzenmaximierung) zusammen.
  • nach der Zahl der Anbieter: (viele), (wenige), (einer).
  • : , keine , Transparenz, sofortige Reaktion, ein Ort und eine Zeit – dann gibt es nur einen Preis.
  • : Ausgleich, Signal, Lenkung, Erziehung, Auslese.

1.2 Die Nachfrage

Beim Schulfest verkauft die SMV Smoothies. Für 2 € gehen sie gut weg, für 4 € kaufen fast nur noch die Lehrkräfte, für 5 € niemand mehr. Wie viele Becher sie bei welchem Preis loswird, hängt aber nicht nur vom Preis ab: An einem heißen Tag, mit Taschengeld kurz nach dem Monatsanfang oder wenn nebenan das Eis teurer wird, sieht es ganz anders aus.

Preis und nachgefragte Menge

Definition

: Je höher der Preis, desto kleiner die nachgefragte Menge – und umgekehrt. Bei hohem Preis können oder wollen sich weniger das Gut leisten, bei niedrigem kommen neue Käufer dazu.

Im Register

Definition

Die zeigt, welche Menge x bei welchem Preis p gekauft würde. Im Diagramm steht – anders als in der Mathematik gewohnt – der Preis senkrecht und die Menge waagerecht; die Kurve fällt.

Im Register

Formel

Lineare Nachfragefunktion

x(p) = a − b · p

a = (Preis 0), a ÷ b = (Menge 0)

Formel

Prohibitivpreis

Prohibitivpreis = a ÷ b

Schritt für Schritt

Die Schülerinnen und Schüler am Smoothie-Stand

Die Nachfrage der Schülerinnen und Schüler lautet x(p) = 90 − 30p (x in Bechern, p in €). Bestimme Sättigungsmenge, Prohibitivpreis und die Menge bei 2 €.

  1. Sättigungsmenge – Preis null einsetzen.

    Ergebnis:

    x(0) = 90 Becher

  2. Prohibitivpreis – Menge null setzen.

    Ergebnis:

    0 = 90 − 30p → p = 3 €

  3. Menge bei 2 €.

    Ergebnis:

    x(2) = 90 − 60 = 30 Becher

Typischer Fehler

Sättigungsmenge und Prohibitivpreis vertauschen. Die Sättigungsmenge ist eine Menge (Preis = 0), der Prohibitivpreis ein Preis (Menge = 0). Wer bei x(p) = 90 − 30p „Prohibitivpreis 90“ schreibt, hat die falsche Achse abgelesen.

Achtung

Manche Aufgaben geben die Funktion nach dem Preis aufgelöst an, etwa als Preis-Absatz-Funktion p(x). p = 3 − x ÷ 30 beschreibt dieselbe Nachfrage wie x = 90 − 30p. Erst in die gewohnte Form bringen, dann rechnen.

Von einzelnen Käufern zur Marktnachfrage

Definition

Die ist die Summe der Mengen aller Käufer bei einem Preis. Wer über seinem eigenen liegt, kauft nichts – er trägt null bei, keine negative Menge.

Im Register

Wo eine Gruppe aussteigt, knickt die Marktnachfrage – oberhalb von 4 € kaufen nur noch die Gäste.

Schritt für Schritt

Die Marktnachfrage am Smoothie-Stand

Schüler x = 90 − 30p (kaufen bis 3 €), Lehrkräfte x = 60 − 15p (bis 4 €), Gäste x = 40 − 8p (bis 5 €). Stelle die Marktnachfrage in Bereichen auf und berechne die Menge bei 2 € und bei 3,50 €.

  1. Bereich 0 bis 3 € – alle drei kaufen.

    Ergebnis:

    x = 90 + 60 + 40 − (30 + 15 + 8) · p = 190 − 53p

  2. Bereich 3 bis 4 € – Lehrkräfte und Gäste.

    Ergebnis:

    x = 100 − 23p

  3. Bereich 4 bis 5 € – nur die Gäste.

    Ergebnis:

    x = 40 − 8p

  4. Menge bei 2 €.

    Ergebnis:

    190 − 53 × 2 = 84 Becher (30 + 30 + 24)

  5. Menge bei 3,50 € – die Schüler kaufen nichts mehr.

    Ergebnis:

    100 − 23 × 3,5 = 19,5 Becher

  6. und Prohibitivpreis des Marktes.

    Ergebnis:

    190 Becher; 5 € – der höchste Prohibitivpreis

Typischer Fehler

Negative Mengen mitzählen. Bei 3,50 € ergäbe die Schülerfunktion 90 − 105 = −15. Wer das addiert, erhält 7,5 + 12 − 15 = 4,5 Becher statt 19,5. Über ihrem Prohibitivpreis kaufen die Schüler einfach nichts.

Prüfungsrelevant · Abitur 2026 (Aufgabe 6)

Sättigungsmenge und Prohibitivpreis mehrerer Käufergruppen aus einer Grafik ablesen, die Gesamtnachfrage bilden und erklären, warum ihre Kurve Knickstellen hat.

Merksatz

Marktnachfrage = Summe ohne negative Mengen; an jedem Aussteige-Preis knickt die Kurve.

Was die Nachfrage sonst bestimmt

Definition

Neben dem eigenen Preis hängt die Nachfrage ab vom Einkommen, von den Preisen verwandter Güter, von (Geschmack, Trends, Werbung), von Erwartungen über Preise und Einkommen und von der Zahl der Nachfrager. Das sind die .

Im Register

Eigener Preis – Bewegung auf der Kurve. Jeder andere Faktor – die ganze Kurve verschiebt sich.

Was ändert sich?Wirkung im Diagramm
nur der Preis des GutesBewegung auf der Kurve
jeder andere Bestimmungsfaktor – vom Einkommen bis zur Zahl der KäuferVerschiebung der Kurve: rechts = mehr bei jedem Preis, links = weniger

Definition

ersetzen einander: Wird das eine teurer, verschiebt sich die Nachfrage nach dem anderen nach rechts. werden zusammen genutzt: Wird das eine teurer, verschiebt sich die Nachfrage nach dem anderen nach links. Güter ohne Beziehung heißen indifferent.

Im Register

Definition

Steigt das Einkommen, wird von mehr gekauft, von sogar überproportional mehr. Bei sinkt die Nachfrage, weil man auf Besseres umsteigt.

Im Register

Beispiel aus dem Alltag

Ein Tag am Smoothie-Stand

  • Es wird 32 Grad heiß – Präferenz für Kaltes: Nachfrage nach rechts.
  • Der Eisstand nebenan halbiert seine Preise – Substitut billiger: Smoothie-Nachfrage nach links.
  • Die SMV verschenkt Strohhalme aus Bambus, die viele sammeln – Komplement billiger: Nachfrage nach rechts.
  • Die SMV senkt den Preis von 3 € auf 2 € – Bewegung auf der Kurve, keine Verschiebung.

Beispiel aus der Praxis

Zimmersuche in einer Uni-Stadt

Zum Wintersemester kommen 6.000 Studierende neu in die Stadt – die Nachfrage nach WG-Zimmern rückt nach rechts (Zahl der Nachfrager). Gleichzeitig steigt das BAföG, die Zimmersuchenden können mehr zahlen: noch einmal nach rechts (Einkommen). Ein neues Semesterticket macht das Wohnen im Umland attraktiver, die Zimmer in der Stadt haben nun einen günstigeren Ersatz: Die Kurve rückt wieder ein Stück nach links. Was am Ende überwiegt, zeigen erst die Mieten zum Semesterstart.

Typischer Fehler

Einen Preisrückgang als Verschiebung zeichnen. Wird das Gut selbst billiger, rutscht man auf derselben Kurve nach rechts unten. Verschoben wird die Kurve nur durch die anderen Bestimmungsfaktoren.

Achtung

Im Klassenheft steht „steigende Nachfrage bei sinkendem Preis“. Genauer: Die nachgefragte Menge steigt (Bewegung auf der Kurve). „Die Nachfrage steigt“ meint im Fach die Verschiebung der Kurve nach rechts. Außerdem nennt das Skript Restaurantbesuche als normales und als superiores Gut – manche Bücher setzen „superior“ mit „normal“ gleich. Hier gilt: superior heißt überproportional.

Prüfungsrelevant · Abitur 2026 (Aufgabe 6), Abitur 2016

Bestimmungsfaktoren der Nachfrage nennen und für eine Situation erklären, ob sich die verschiebt oder man sich auf ihr bewegt – auch über Komplemente (Bier und Pizza) oder Substitute.

Merksatz

Eigener Preis = Bewegung; alles andere = Verschiebung. Substitut teurer → rechts, Komplement teurer → links.

Übungen

  1. Übung 1Grundlagen

    Die Nachfrage nach Kinokarten an einem Montag lautet x(p) = 210 − 12p. Bestimme , und die Zahl der verkauften Karten bei 7,50 €.

    Lösung anzeigen
    • Sättigungsmenge: 210 Karten
    • Prohibitivpreis: 210 ÷ 12 = 17,50 €
    • bei 7,50 €: 210 − 90 = 120 Karten
  2. Übung 2Anwendung

    Zwei Gruppen fragen Fahrradreparaturen nach: Studierende x = 54 − 6p, Berufstätige x = 36 − 2p (p in €). Bilde die und bestimme die Menge bei 5 € und bei 12 €.

    Lösung anzeigen
    • : Studierende 9 €, Berufstätige 18 €
    • 0 bis 9 €: x = 90 − 8p; 9 bis 18 €: x = 36 − 2p (nur Berufstätige)
    • bei 5 €: 90 − 40 = 50 Reparaturen
    • bei 12 €: 36 − 24 = 12 Reparaturen – die Studierenden kaufen nichts mehr, keine negative Menge mitzählen.
  3. Übung 3Klausurniveau

    Entscheide jeweils, ob sich die Nachfrage nach Leih-E-Scootern in einer Stadt verschiebt oder ob man sich auf der Kurve bewegt – mit Richtung und Begründung: (a) Der Anbieter senkt die Minutenpreise. (b) Die Stadt verdoppelt die Preise für Busfahrkarten. (c) Ein Gesetz schreibt einen Helm vor, den man selbst mitbringen muss. (d) Zum Semesterstart ziehen 8.000 Studierende in die Stadt.

    Lösung anzeigen
    • (a) Bewegung nach rechts unten – nur der eigene Preis ändert sich.
    • (b) Verschiebung nach rechts – der Bus ist ein Substitut, er wird teurer.
    • (c) Verschiebung nach links – der Helm ist ein Komplement, das jetzt dazukommt und Aufwand kostet; bei jedem Preis wird weniger gefahren.
    • (d) Verschiebung nach rechts – die Zahl der Nachfrager steigt.

Das Wichtigste

  • : höherer Preis → kleinere nachgefragte Menge; die Kurve fällt (Preis senkrecht, Menge waagerecht).
  • x(p) = a − b · p: a, a ÷ b.
  • = Summe der Einzelnachfragen ohne negative Mengen; Knickstellen bei den Prohibitivpreisen der Gruppen.
  • Eigener Preis → Bewegung; Einkommen, verwandte Güter, Vorlieben, Erwartungen oder die Zahl der Käufer → Verschiebung.
  • Substitut teurer → rechts, Komplement teurer → links; superior = überproportional mehr, inferior = weniger bei mehr Einkommen.

1.3 Das Angebot

Fünf Höfe rund um die Stadt bauen Erdbeeren an. Bei 2 € je Kilo lohnt sich das Pflücken nur für den größten Hof mit seinen Maschinen. Steigt der Preis auf 4 €, schicken auch die kleineren Höfe Helferinnen auf die Felder – und der große pflückt jetzt sogar die späten, mühsamen Reihen am Waldrand. Je höher der Preis, desto mehr Erdbeeren kommen auf den Markt.

Warum höhere Preise mehr Angebot bringen

Definition

: Steigt der Preis, bieten die Anbieter mehr an – sinkt er, weniger. Die steigt deshalb von links unten nach rechts oben.

Im Register

Dahinter stecken zwei Gründe:

  1. Steigende Grenzkosten: Ab einer gewissen Menge wird jedes weitere Stück teurer – längere Wege, Überstunden, schlechtere Felder. Eine größere Menge lohnt sich für den einzelnen Anbieter nur, wenn der Preis diese zusätzlichen Kosten deckt.
  2. Neue Anbieter: Bei niedrigem Preis können nur die effizientesten Betriebe kostendeckend liefern. Steigt der Preis, kommen auch die mit höheren Kosten hinzu.

Definition

Das ist die Summe der Mengen aller Anbieter bei einem Preis. Es beginnt bei dem Preis, ab dem der effizienteste Anbieter überhaupt liefert – darunter wird nichts angeboten.

Im Register

Beispiel aus der Praxis

Zwei Höfe, ein Angebot

Hof Brenner bietet nach x = −40 + 20p an (ab 2 € je Kilo), Hof Ziegler nach x = −90 + 30p (ab 3 €). Bei 2,50 € liefert nur Brenner: −40 + 50 = 10 kg. Ab 3 € liefern beide: x = −130 + 50p, bei 5 € also 60 + 60 = 120 kg. Die Kurve des Marktangebots knickt bei 3 €, weil dort ein zweiter Anbieter dazukommt.

Merksatz

Höherer Preis deckt höhere Grenzkosten und lockt zusätzliche Anbieter – die Angebotskurve steigt.

Die Angebotsfunktion

Definition

Die gibt an, welche Menge x die Anbieter bei welchem Preis p verkaufen wollen. Linear lautet sie meist x(p) = −c + d · p. Das Minus vor c bedeutet: Unterhalb eines bestimmten Preises wird gar nichts angeboten.

Im Register

Formel

Lineare Angebotsfunktion

x(p) = −c + d · p

Angeboten wird erst ab p = c ÷ d; darunter ist die Menge null.

Schritt für Schritt

Das Erdbeerangebot am Markttag

Das lautet x(p) = −200 + 100p (x in kg, p in € je kg). Ab welchem Preis wird angeboten? Wie viel bei 2,50 € und bei 6 €?

  1. Preis, ab dem angeboten wird – Menge null setzen.

    Ergebnis:

    0 = −200 + 100p → p = 2 €

  2. Menge bei 2,50 €.

    Ergebnis:

    −200 + 250 = 50 kg

  3. Menge bei 6 €.

    Ergebnis:

    −200 + 600 = 400 kg

Typischer Fehler

Das Vorzeichen verlieren. Wer das Minus vor dem festen Teil übersieht, rechnet mit doppelt so vielen Erdbeeren, wie bei 6 € tatsächlich angeboten werden. Auch beim Gleichsetzen mit der Nachfrage wechselt der feste Teil auf der anderen Seite das Vorzeichen.

Achtung

Den Preis, ab dem angeboten wird, nennen die Lektionen „Mindestpreis der Anbieter“. Das ist nicht der staatliche Mindestpreis, den der Staat über dem Gleichgewicht festsetzt (Kapitel Wohlfahrt und Staatseingriffe). Manche Übungen verwenden Angebotsfunktionen mit positivem Achsenabschnitt (x = 50 + 50p) – dann wird schon bei einem Preis von null etwas angeboten; gerechnet wird genauso.

Was die Angebotskurve verschiebt

Ändert sich der Preis des Gutes selbst, bewegt man sich auf der . Die ganze Kurve verschiebt sich, wenn sich die Bedingungen der Anbieter ändern:

UrsacheRichtung
Kosten sinken (billigere Rohstoffe, Energie, Löhne)rechts – mehr bei jedem Preis
technischer Fortschritt, höhere Produktivitätrechts
Subventionenrechts
Kosten steigen, neue Auflagen, Steuern je Stücklinks – weniger bei jedem Preis
Missernte, Unwetter, Schädlingelinks
mehr Anbieter (Markteintritt) / weniger Anbieterrechts / links

Beispiel aus dem Alltag

Frost in Brasilien

Ein später Frost vernichtet einen Teil der Kaffeeernte in Brasilien. Bei jedem Preis kommt weniger Kaffee auf den Weltmarkt – das Angebot verschiebt sich nach links. Ein Jahr später stehen neue, frostfeste Sorten auf den Plantagen: Das Angebot rückt wieder nach rechts.

Typischer Fehler

Einen Kostenanstieg als Verschiebung der Nachfrage deuten. Teurere Rohstoffe treffen zuerst die Anbieter: Sie bieten bei jedem Preis weniger an – die Angebotskurve wandert nach links. Dass dann weniger gekauft wird, ist eine Bewegung auf der .

Prüfungsrelevant · Abitur 2016, Klausurübung J1

Gründe für eine Verschiebung des Angebots nennen und ihre Richtung begründen – etwa eine Sanierungspflicht für Vermieter oder eine Missernte bei Baumwolle.

Merksatz

Kosten runter, Technik besser, mehr Anbieter – Angebot nach rechts; Kosten rauf, Missernte, Auflagen – nach links.

Übungen

  1. Übung 1Grundlagen

    Das Angebot an Brennholz lautet x(p) = −84 + 4p (x in Ster, p in € je Ster). Ab welchem Preis wird angeboten? Wie viele Ster bei 45 €?

    Lösung anzeigen
    • 0 = −84 + 4p → 21 €
    • bei 45 €: −84 + 180 = 96 Ster
  2. Übung 2Anwendung

    Bilde aus den Angeboten der Höfe Brenner (x = −40 + 20p) und Ziegler (x = −90 + 30p) das und bestimme die Menge bei 2,50 €, 3 € und 5 €.

    Lösung anzeigen
    • Brenner liefert ab 2 €, Ziegler ab 3 €.
    • 2 bis 3 €: x = −40 + 20p; ab 3 €: x = −130 + 50p
    • 2,50 €: 10 kg; 3 €: 20 + 0 = 20 kg; 5 €: −130 + 250 = 120 kg
  3. Übung 3Klausurniveau

    Begründe für den Markt für Brot, ob sich das Angebot verschiebt (Richtung) oder ob man sich auf der Kurve bewegt: (a) Der Weizenpreis steigt stark. (b) Ein neuer Ofen backt mit halb so viel Energie. (c) Brot wird teurer, weil mehr nachgefragt wird. (d) Drei Bäckereien in der Stadt schließen.

    Lösung anzeigen
    • (a) links – höhere Rohstoffkosten, bei jedem Preis weniger Angebot
    • (b) rechts – niedrigere Kosten durch technischen Fortschritt
    • (c) Bewegung auf der nach rechts oben – der eigene Preis steigt; verschoben hat sich die Nachfrage
    • (d) links – weniger Anbieter

Das Wichtigste

  • : höherer Preis → größere angebotene Menge; Gründe: steigende Grenzkosten und zusätzliche Anbieter.
  • = Summe der Angebote; Knick dort, wo ein weiterer Anbieter dazukommt.
  • x(p) = −c + d · p: angeboten wird ab p = c ÷ d.
  • Eigener Preis → Bewegung; Kosten, Technik, Staat, Natur, Zahl der Anbieter → Verschiebung (rechts = mehr bei jedem Preis).

1.4 Das Marktgleichgewicht

Um sieben Uhr verlangen die Höfe auf dem Wochenmarkt 7 € für das Kilo Erdbeeren. Gegen neun stapeln sich die Schalen, viele Kundinnen gehen weiter. Die ersten Stände senken auf 6,50 €, dann auf 6 € – und plötzlich wird alles verkauft, niemand bleibt auf Ware sitzen, und niemand geht leer aus. Ohne Absprache haben Angebot und Nachfrage einen Preis gefunden, der den Markt räumt.

Wo sich Angebot und Nachfrage treffen

Definition

Im ist die angebotene Menge genau so groß wie die nachgefragte. Im Diagramm ist das der Schnittpunkt von Angebots- und : Er zeigt den und die .

Im Register

Formel

Gleichgewicht rechnen

a − b · p = −c + d · p → p* = (a + c) ÷ (b + d)

Den Preis p* in eine der beiden Funktionen einsetzen ergibt die Gleichgewichtsmenge; die andere dient als Probe.

Schritt für Schritt

Der Erdbeermarkt am Samstag

Nachfrage x(p) = 1.000 − 100p, Angebot x(p) = −200 + 100p (x in kg, p in € je kg). Bestimme Gleichgewichtspreis und -menge.

  1. Funktionen gleichsetzen.

    Ergebnis:

    1.000 − 100p = −200 + 100p

  2. Nach p auflösen.

    Ergebnis:

    1.200 = 200p → p = 6 €

  3. In die Nachfrage einsetzen.

    Ergebnis:

    x = 1.000 − 600 = 400 kg

  4. Probe mit dem Angebot.

    Ergebnis:

    −200 + 600 = 400 kg ✓

Über dem Gleichgewicht bleibt Ware liegen, darunter gehen Kunden leer aus – beides drückt den Preis zu 6 €.

Wer kommt zum Zug? Beim Gleichgewichtspreis von 6 € kaufen alle, die mindestens 6 € zahlen wollen, und verkaufen alle, die mit 6 € auskommen. Käufer, deren Höchstpreis darunter liegt, und Anbieter, die mehr verlangen müssten, gehen leer aus.

Merksatz

Gleichsetzen, nach p auflösen, einsetzen, Probe – der Schnittpunkt räumt den Markt.

Wenn der Preis nicht stimmt

Definition

Liegt der Preis über dem Gleichgewicht, wird mehr angeboten als nachgefragt – ein . Die Anbieter bleiben auf Ware sitzen und senken die Preise.

Im Register

Definition

Liegt der Preis unter dem Gleichgewicht, wollen mehr kaufen, als angeboten wird – ein . Wer leer ausgeht, ist bereit, mehr zu zahlen; der Preis steigt.

Im Register

Schritt für Schritt

Überschüsse auf dem Erdbeermarkt

Wie groß ist der Überschuss bei 7 € und bei 5 € je Kilo, und in welche Richtung bewegt sich der Preis?

  1. Mengen bei 7 €.

    Ergebnis:

    Nachfrage 1.000 − 700 = 300 kg; Angebot −200 + 700 = 500 kg

  2. Überschuss bei 7 €.

    Ergebnis:

    500 − 300 = 200 kg Angebotsüberschuss – der Preis sinkt

  3. Mengen bei 5 €.

    Ergebnis:

    Nachfrage 500 kg; Angebot 300 kg

  4. Überschuss bei 5 €.

    Ergebnis:

    500 − 300 = 200 kg Nachfrageüberschuss – der Preis steigt

Beispiel aus dem Alltag

Konzertkarten in fünf Minuten ausverkauft

Eine Band verkauft 8.000 Karten zu 45 €, aber 30.000 Fans wollen hin: ein riesiger Nachfrageüberschuss. Weil der Preis fest bleibt, regelt nicht er, wer eine Karte bekommt, sondern die Schnelligkeit beim Klicken – und auf Wiederverkaufsplattformen tauchen die Karten für das Dreifache auf. Dort zeigt sich der Preis, der den Markt geräumt hätte.

Typischer Fehler

Angebots- und Nachfrageüberschuss vertauschen. Ein Preis über dem Gleichgewicht macht das Gut für Anbieter attraktiv und für Käufer teuer – also bleibt Angebot übrig. Merkhilfe: Der Überschuss heißt nach der Seite, die zu viel hat.

Merksatz

Preis zu hoch → Angebotsüberschuss, Preis sinkt; Preis zu niedrig → Nachfrageüberschuss, Preis steigt.

Wenn sich eine Kurve verschiebt

Drei Fragen klären jede Situation: Welche Kurve ist betroffen? In welche Richtung verschiebt sie sich? Was passiert im neuen Schnittpunkt?

Verschiebung
Nachfrage nach rechtssteigtsteigt
Nachfrage nach linkssinktsinkt
Angebot nach rechtssinktsteigt
Angebot nach linkssteigtsinkt

Nach dem Hagel kommen bei jedem Preis 200 kg weniger auf den Markt – der Preis steigt, die Menge sinkt.

Schritt für Schritt

Hagel über den Erdbeerfeldern

Ein Hagelschauer vernichtet einen Teil der Ernte. Das Angebot lautet jetzt x(p) = −400 + 100p, die Nachfrage bleibt x(p) = 1.000 − 100p. Wie verändert sich das Gleichgewicht?

  1. Welche Kurve, welche Richtung?

    Ergebnis:

    Angebot – bei jedem Preis 200 kg weniger, also nach links

  2. Neues Gleichgewicht berechnen.

    Ergebnis:

    1.000 − 100p = −400 + 100p → 1.400 = 200p → p = 7 €

  3. Neue Menge.

    Ergebnis:

    1.000 − 700 = 300 kg (Probe: −400 + 700 = 300)

  4. Ergebnis.

    Ergebnis:

    Preis +1 € (6 € → 7 €), Menge −100 kg (400 → 300 kg)

Beispiel aus der Praxis

Ein Erdbeer-Trend im Netz

Ein Video mit Erdbeer-Desserts geht viral; bei jedem Preis wollen 300 kg mehr gekauft werden: x(p) = 1.300 − 100p. Die Nachfrage verschiebt sich nach rechts. Neues Gleichgewicht: 1.300 − 100p = −200 + 100p → p = 7,50 €, x = 550 kg – Preis und Menge steigen beide.

Typischer Fehler

Bei jedem Ereignis beide Kurven verschieben. Ein Hagel trifft die Anbieter, nicht die Käufer: Nur das Angebot verschiebt sich. Dass danach weniger gekauft wird, ist eine Bewegung auf der unveränderten .

Achtung

Verschieben sich beide Kurven zugleich, ist eine der beiden Größen ohne Zahlen nicht bestimmbar: Steigen Angebot und Nachfrage, steigt die Menge sicher, der Preis kann steigen, fallen oder gleich bleiben. Wie stark sich Preis und Menge bei einer Verschiebung ändern, hängt von der Steilheit der anderen Kurve ab – das ist Thema der .

Prüfungsrelevant · Abitur 2026 (Aufgabe 4), Abitur 2016, Klausur J1 2024/25

Das rechnerisch und grafisch bestimmen, Überschüsse bei einem anderen Preis angeben und die Folgen einer Angebots- oder Nachfrageverschiebung – etwa durch eine Sanierungspflicht oder eine Missernte – für Preis und Menge erklären.

Merksatz

Nachfrage und Preis bewegen sich gleich, Angebot und Preis entgegen.

Übungen

  1. Übung 1Grundlagen

    Auf dem Markt für Fahrradhelme gelten die Nachfrage x(p) = 180 − 4p und das Angebot x(p) = −36 + 5p (x in Tausend Stück, p in €). Berechne und -menge.

    Lösung anzeigen
    • 180 − 4p = −36 + 5p → 216 = 9p → p = 24 €
    • x = 180 − 96 = 84 Tausend Helme (Probe: −36 + 120 = 84)
  2. Übung 2Anwendung

    Mit den Daten der vorigen Übung wird der Helm für 28 € angeboten. Was liegt vor, wie groß ist es, und wie reagiert der Markt?

    Lösung anzeigen
    • Nachfrage: 180 − 112 = 68; Angebot: −36 + 140 = 104 (jeweils Tausend Stück)
    • von 36.000 Helmen: Händler bleiben auf Helmen sitzen und senken die Preise, bis wieder 24 € erreicht sind.
  3. Übung 3Klausurniveau

    Eine Helmpflicht für Radfahrende wird eingeführt, und gleichzeitig senkt ein neues Spritzgussverfahren die Kosten. Neue Funktionen: Nachfrage x(p) = 228 − 4p, Angebot x(p) = −36 + 7p. Berechne das neue Gleichgewicht und erkläre, warum sich der Preis nicht geändert hat.

    Lösung anzeigen
    • 228 − 4p = −36 + 7p → 264 = 11p → p = 24 €; x = 228 − 96 = 132 Tausend Helme
    • Die Nachfrage verschiebt sich nach rechts (Helmpflicht), das Angebot ebenfalls (niedrigere Kosten). Die Menge steigt in beiden Fällen, der Preis würde durch die Nachfrage steigen und durch das Angebot sinken. Hier heben sich beide Wirkungen genau auf – mit anderen Zahlen hätte der Preis auch steigen oder fallen können.

Das Wichtigste

  • : angebotene = nachgefragte Menge, Schnittpunkt der Kurven; rechnen: gleichsetzen, nach p auflösen, einsetzen, Probe.
  • Preis über dem Gleichgewicht → , Preis sinkt; darunter → , Preis steigt.
  • Nachfrage rechts → Preis und Menge steigen; Angebot rechts → Preis sinkt, Menge steigt (links jeweils umgekehrt).
  • Verschieben sich beide Kurven, ist eine Größe ohne Zahlen offen.

Goat.edu – Heft · Stand 23. September 2026 · Eigene Darstellung auf Grundlage des Unterrichts im Wirtschaftsgymnasium, Beispiele mit erfundenen Firmen und eigenen Zahlen · Entwurf, noch nicht fachlich geprüft